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Unser Haus

Unser Haus: Das frühere Bundeswehrkasino

Nach langen Überlegungen und vielen Diskussionen beschloss der Gemeinderat 1995, das Offizierskasino der Bunderwehr im Fliegerhorst zur Musikschule umzubauen.
Crailsheim hat nach Abzug der Amerikaner und der Bundeswehr ein riesiges Konversionsgebiet, das es nun neu zu gestalten gilt. Hier wird Wohn- und Lebensraum für ca. 4000 Leute geschaffen. Längst in Betrieb sind schon das zweite Gymnasium, Realschule, Kindertagesstätte, Kindergärten, Sprachheilschule und Waldorfkindergarten .
Zum Schuljahr 2006/2007 begann die Waldorfschule.
Das Kasino liegt am Rande des Konversionsgebiets und auch am Rande des "alten Crailsheims". Die Stadt hat das Gebäude verbilligt vom Bund erworben mit der Auflage: 5 Jahre nach dem Kauf, d.h. bis zum 20. August 2000 musste die Komplettsanierung für die Musikschule abgeschlossen sein, und der Verwendungszweck 20 Jahre beibehalten werden.

Planung und Umbau

Für die Planung und den Umbau verantwortlich waren die Stadtverwaltung Crailsheim mit Finanzbürgermeister Harald Rilk und der damalige Baubürgermeister Josef Klug, das Hochbauamt, der Crailsheimer freie Architekt Klaus Burk, seine Mitarbeiter und wir, Lehrkräfte und Leitung der Musikschule.
Natürlich hat jeder seine Wunschvorstellung von einer Musikschule. Aber bei dem Umbau eines alten Gebäudes geht es in erster Linier darum, wie gestalte ich die vorhandenen Räume zweckmäßig für die Musikschule. Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Architekt und Musikschule war hervorragend. Von Anfang an wurden wir in die Planungen mit einbezogen, durften Vorstellungen, Wünsche äußern, die zum größten Teil im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten umgesetzt wurden.
Insgesamt hat der Umbau mit Kauf des Gebäudes und großen Grundstücks 3,5 Mill DM gekostet. Natürlich gab es Zuschüsse von verschiedenen Stellen, gerade auch im Hinblick auf das Konversionsgebiet. Doch bedenkt man, dass Crailsheim nicht gerade zu den reichen Städten Baden-Württembergs zählt und mit die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Lande hat, ist der Einsatz für die Musikschule besonders beachtlich.

Das Haus im Innern

Das Kasino hat 850 m² im Erdgeschoss und Dachgeschoss sowie etliche Kellerräume. (In den Kellerräumen haben Kostümfundus, Bürgerwache und Pfadfinder eine neue Heimat gefunden.) Im Dachgeschoss wurden aus den 15 Schlafkammern 10 Unterrichtsräume für Einzel - und Gruppenunterricht (zwischen 13 und 16 m²), Toiletten und Abstellräume. Dazu bekamen die Lehrer einen Sozialraum mit Teeküche für kleine Pausen, PC, Internetanschluss usw. .
Der Haupteingang mit Treppenhaus wurde völlig neu gestaltet. Dadurch entstand ein großzügiges Foyer, das gleichzeitig als Aufenthaltsraum für Schüler und Eltern und Spielecke für wartende Geschwister dient.
Täglich bereiten Lehrkräfte für die wartenden Schüler und Eltern Tee und Kaffee.
Im Erdgeschoss sind die Schulleitung, Verwaltung, Teeküche, WC, Behinderten - WC, Einspielraum, 3 Gruppenräume von ca. 35, 33 und 16 m², der Elementarraum mit 75 m² und unser Schmuckstück, der "Saal".
Im Keller sind, wie kann es auch anders sein, die Schlagzeuger auf 45 m² untergebracht.
Die bauakustischen Maßnahmen sind bestens gelungen. Wir sind sehr gut gegeneinander geschützt. Die Vorschläge des Akustikers für die Raumakustik wurden  nachträglich Raum für Raum verwirklicht.
Die Ausstattung der Räume erfolgte nach unseren Vorschlägen und ist daher zweckmäßig. Die neuen größeren Dachgauben lassen viel Licht ins Dachgeschoss, der lichtgelbe Fußboden und die frei gelegten Dachbalken geben den Räumen einen besonderen Charme. Im Erdgeschoss wurde die Raumhöhe von 3,50 m belassen, zum Teil wurde der Steinboden erhalten, sonst durch Linoleum ersetzt, die Holzvertäfelungen in den Räumen jedoch aus akustischen Gründen entfernt.
Der Saal mit 106 m² ist der einzige Raum, der mit 5 m Höhe, dunkler Kasettendecke, langer Fensterfront und dem Eichenparkett ursprünglich geblieben ist und nur renoviert und neu möbliert wurde.